to begin with: BOTHand

Warum der Name BOTHand?


Ich habe bisher in meinem Leben häufig die Erfahrung gemacht, dass Menschen versucht haben, mich auf EINES zu reduzieren, egal um was es dabei genau ging. Früher als Kind z.B. war ich sehr sportlich und die meisten meiner Lehrer*innen z.B. haben mich auf meine Sportlichkeit und Körperlichkeit reduziert. Da gab es aber auch genauso noch andere Qualitäten und Interessen in mir, die gesehen, gehört und gelebt werden wollten. Ich habe zum Beispiel gerne gesungen und sehr akribisch habe ich schon in jungen Jahren allerhand Mappen gebastelt, sprich mir ein Thema erarbeitet, darüber geschrieben, Bilder gemalt und sie in eine präsentable Form gebracht.

Während und nach meiner Studienzeit im Yoga auf der Matte war ich dann plötzlich der Kopfmensch, zu viel denkend, zu viel fragend, zu viel – ich weiß es nicht. Da wurde ich wieder reduziert, nur dieses Mal auf genau das Gegenteil (was mir auch heute noch absurd erscheint).

Wie dem auch sei, ich würde annehmen, ich habe sowohl einen Körper als auch einen Geist, die gehören in meinem Verständnis beide zusammen und sind nichts Gegensätzliches. Und das ist auch meine Auffassung der Welt, eine dualistische Entweder-Oder-Haltung kann ich nicht teilen. Für viele Menschen, denen ich begegnet bin in meinem Leben, ist diese sehr allgemeine Grundhaltung genauso wichtig wie mir und auch gar nicht abstrakt, sondern gelebter Alltag. Alltäglich treffen wir Entscheidungen, wägen ab zwischen Erdbeer- und Mangomarmelade, zwischen Bioprodukten und konservativen aus dem Edeka. Die Vedanta Yogis nennen dieses Hin und Her des Geistes auch Raga Dvesha, erklären es allerdings zu etwas Negativem, von dem wir uns befreien müssen. Ich würde hingegen denken, der Geist ist wie er ist, wir sollten ihn für uns nutzen, um unser Potenzial in die Welt zu tragen. Aber dazu ein anderes Mal mehr…

P.S. Eine große Nebensächlichkeit: In dem Wort BOTHAnd stecken zwei Hände. Diese Symbolik finde ich insofern schön, als dass ich ein durchaus handelnder Mensch bin. Was nützen die ganzen Konzepte, Theorien und Worte, wenn die entsprechenden Taten ausbleiben?

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